Montag, 29. Juni 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (Teil VIII)

»Die Vermögensverhältnisse gehören im allgemeinen zu en guten; der begüterte Bürger besitzt 70 Morgen Feld und 3/4 Morgen Wald; der Mittelmann 16-20 Morgen Fekd, die ärmere Klasse hat 2-3 Morgen, zum Theil auch gar keinen Grundbesitz.
Die große von West nach Ost in die Länge gedehnte Markung bildet, soweit sie für den Feldbau benötigt wird, eine flachwellige, leicht zu bebahuende Ebene. Der Boden ist mittelfruchtbar, theils schwer (thonig), Theils leicht. Der Lehm herrscht vor, welcher in unbedeutender Tiefe von einem die Feuchtigkeit nicht durchlassenden Liasmergel oder Liaskalk unterlagert wird und in Folge dessen etwas naßkalt ist.«
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 476
Fortsetzung folgt
Teil I / Teil II / Teil III / Teil IV / Teil V / Teil VI / Teil VII / Teil VIII/
Teil IX/ Teil X /Teil XI / Teil XII /

Donnerstag, 25. Juni 2009

Dienstag, 23. Juni 2009

Dorf-Idylle pur


Ein Bild aus den 60er-Jahren. Karl Welsch, besser bekannt als der Becka Karl auf der Mistemauer.

Montag, 22. Juni 2009

Walddorf: Als der Mühlbach noch nicht verdolt war...


... da muss wohl diese Aufnahme entstanden sein. Aber eigentlich zeigt dieses Foto eine Idylle, die gar keine Worte braucht.
Bildertanz-Foto: Karl Schaal

Samstag, 20. Juni 2009

»Hast Du schon gehört? Daimler steigt bei Porsche ein...«


Was dereinst unvorstellbar war, soll nun Wirklichkeit werden.
Bildertanz-Foto: Lili und Rudolf Haug (Häslach)

Freitag, 19. Juni 2009

Turnverein Häslach und die Bierkrüge


Zu diesem Foto schreibt Georg Leitenberger (Rommelsbach)
Folgende Personen kenne ich - von links: 2. Person = Albert Roth
4. Person = Walter Heim (Kürnsteig = Wohnort) - es gab zu dieser Zeit zwei Walter Heims in Häslach
6. Person = Ludwig Leitenberger (mein Vater mit Bierkrug, welcher 1964 starb)
Von den Personen her dürfte es ein Fest des Turnvereins Häslach gewesen sein.
Wer weiß mehr?
Bildertanz-Foto: Sammlung Georg Leitenberger

Donnerstag, 18. Juni 2009

Ein klarer Fall von Schleichwerbung...


... der sich allerding kaum vermeiden lässt, wenn man den Eingang einer Gastwirtschaft fotografiert.
Bildertanz-Sammlung: Martha Heim

Dienstag, 16. Juni 2009

Das ist doch unsere Erika auf dem Foto oder nicht?


Jedenfalls erinnert die zweite von links ganz stark an die Vorsitzende unseres Kulturgütervereins. Wieder in die "Schule" gehen muss sie demnächst auch. Denn sie wird uns helfen, unsere Bildertanz-Tagebücher hier in Walddorfhäslach zu vertreten.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Martha Heim

Montag, 15. Juni 2009

Auf dem Krämermarkt 2009


Wir hatten also richtig gesehen: Die beiden Schwestern (links) aus Gniebel, Jahrgang 1921/22, waren auch schon in den achtziger Jahren dabei, als Walter Schaal sie fotografierte. Diesmal war es Erika Armbruster, die den Auslöser betätigte.
Bildertanz-Foto: Erika Armbruster

Sonntag, 14. Juni 2009

Häslach 1950: Ist das nicht ein schöner Bus?


Eine Fahrt damit wäre heute so attraktiv wie mit der Zahnradbahn der Traifelberg hinauf. Ohne Klimaanlage. Ohne Video. Ohne Bar.
Bildertanz-Foto: Sammlung Jehle (Häslach)

Samstag, 13. Juni 2009

Wir haben es geschafft, liebe Erika...


... endlich trudeln die Bilder vom Krämermarkt diese Woche ein. Über eine andere Email-Adresse. Warum er vorher nicht geklappt hat, wissen wir nicht. Danke, liebe Erika Armbruster.
Bildertanz-Foto: Erika Armbruster

Freitag, 12. Juni 2009

Hoch auf dem Wagen! War er gelb?


Pferdefuhrwerk in der Walddorfer Ortsmitte um 1935.

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (VII)


Bildertanz-Foto: Karl Schaal (Walddorf)

»Von den Gewerken ist die Molkerei am stärksten vertreten, und setzt ihre Erzeugnisse auch nach außen ab; von den hiesigen Maurern und Zimmerleuten arbeiten einzelne auswärts, ferner sind 3 Korbflechter hier, von denen zwei ihr Waren hauptsächlich nach Stuttgart verkaufen. Linnenspinnerei wird theils für den eigenen Bedarf, theils auf Bestellung und zum Verkauf betrieben. Die 3 Vieh- und Krämermärkte, die hier abghalten werden, sind von Bedeutung.
Eine Bierbrauerei, 4 Schildwirthschaften und 3 Kauf- und Kramläden bestehen.«


Fortsetzung folgt
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 474

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Teil IX/ Teil X /Teil XI / Teil XII / Teil XIII / Teil XIV

Donnerstag, 11. Juni 2009

Liebe Erika, haben wir diese Damen nicht auch am Dienstag getroffen?


Nachdem es immer noch nicht geglückt ist, die Bildübertragung von Häslach ins Netz hinzubekommen, zeigen wir den Krämermarkt mit einem Foto von Karl Schaal aus den achtziger Jahren.
Bildertanz-Foto: Karl Schaal

Mittwoch, 10. Juni 2009

Wenn der Server dreimal klingelt: Eine Postkarte


Eigentlich wollten wir heute ein Foto vom gestrigen Krämermarkt in Walddorf veröffentlichen. Doch irgendwie hat die Übertragung zwischen Erika Armbrusters Fotoapparat und dem Internet nicht richtig funktioniert. Deshalb nun diese Postkarte nach Häslach. Aus Häslach.
Bildertanz-Foto: Sammlung Erika Armbruster

Dienstag, 9. Juni 2009

Postkarte aus Häslach...


... vor dem Zweiten Weltkrieg.
Bildertanz-Foto: Sammlung Erika Armbruster

Mr. Bildertanz wird Mr. Ortschaftsrat

Lieber Raimund,

herzlichen Glückwunsch zum Wahlerfolg in Altenburg. Am Freitag wird es dann das Ergebnis im Ausschuß ganz amtlich (ja, ja wieder ganz korrekt ;-)). Für die nächsten fünf Jahre wünschen wir Dir alles, alles Gute im Altenburger Ortschaftsrat!

Aus Walddorfhäslach
Gabriele Armbruster und alle, mit denen Du gerne beim Essen danach diskutierst ;-))

Sonntag, 7. Juni 2009

Die Männer von Häslach am 6./7. Juni 1952...


... aber was ist der Hintergrund zu diesem Umzug der Fußballer. Eines von vielen Bildern, die wir rund um Walddorfhäslach besitzen und die Hintergründe nicht kennen. Wer will uns helfen?
Bildertanz-Foto: Sammlung Karl Leitenberger

Samstag, 6. Juni 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (VI)

»Gutes Trinkwasser liefern hinreichend drei laufende, 9 Pump- und 18 Ziehbrunnen: das Wasser der laufenden Brunnen wird in hölzernen Deucheln, bei einem eine halbe Stunde weit, hergeleitet; auch die Markung ist reich an Quellen, die vorzüglichste fließt im sog. Bullenbank südlich vom Orte.
Der durch das Dorf fließende, in der Nähe derselben entspringende Mühlbach wird zu einigen Wetten geschwellt; früher bestand ein Weiher nördlich vom Ort in den jetzigen Weiherwiesen und einer südlich in den Baindengärten. Über die Markung fließt der schon genannte Mühlbach, und in ihrem südöstlichsten Theile der Anfang des Reichenbachs.
Vicinalstraßen führen von hier nach Dettenhausen, Häßlach, Altenrieth und Gniebel. Im Dorfe sind 2 steinerne Brücken und 1 hölzerner Steg, auf der Wartung 1 Brücke und 2. Stege vorhanden; ihre Unterhaltung hat die Gemeinde.
Die Einwohner, ein gesunder kräftiger Schlag, erreichen nicht selten ein hohes Alter; gegenwärtig leben 7 über achtzig Jahre alte Personen im Orte; sie sind der Mehrzahl nach sehr fleißig, betriebsam, sparsam und von kirchlichem Sinne. Ihre kleidsame, ländliche Tr4acht haben sie zum Glücke beibehalten.
Haupterwerbsquellen sind Feldbau (besonders Flachs-, Hanf- und Obstbau) und Viehzucht; auch gewährt ein Liaskalksteinbruch und eine Lehmgrube Gelegenheit zu Verdienst.«

Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 474ff
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Freitag, 5. Juni 2009

Donnerstag, 4. Juni 2009

Häslach 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (VI)


Bildertanz-Foto: Familie Roth (Häslach)

»Der aus Land- und Simmenthalerrace bestehende Viehbestand ist gut und wird durch einen Farren nachgezüchtet. Einiger Handel mit Vieh- und Milchverkauf findet statt.
Einige Ortsbürger lassen den Sommer über 180 Bastardschafe laufen, die Wolle kommt nach Metzingen.
Schweinezucht findet statt und die Ferkel werden nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch zum Verkauf gezogen; auch gemästete Schweine werden zum Theil nach außen verkauft.
Von dem gezogenen Geflügel wird ein kleiner Theil an Händler abgesetzt.
Die ohnehin nicht bedeutende Bienenzucht ist im Abnehmen.
Das Stifungsvermögen beträgt 1411 fl , darunter sind 75 fl besondere Stiftungen, deren Zinsen alljährlich am Johannisfeiertag auf Anschaffung von Brod für die unbemitteltsten Gemeindeglieder verwendet werden.
Nördlich vom Ort führt auf der Höhe eine alte Römerstraße, in welche eine weitere, von Walddorf herkommende nordöstlich von Häßlach eingeht.
Im Gemeindewald, zunächst am Hochsträß, befinden sich zwei Grabhügel.
Die hohe und vogteiliche Gerichtsbarkeit gehörte den Pfalzgrafen von Tübingen und kam 1342 mit der Stadt Tübingen an Württemberg.
Besitzungen hatte das Kloster Hirschau, welche es im 14. und 15v. Jahrhundert an die Herren von Schilling verlieh. Am 20. Dezember 1450 verschrieben sich Hans und Ostertag von Lustnau gegen den Abt Wolf von Hirschau, dass das Höflein zu H. nach ihrem Tode an das Kloster fallen solle.
Zu Zeiten war H zu 2/3 nach Walddorf, zu 1/3 nach Schlaitdorf eingepfarrt (Binder 405); jetzt ist der Ort ganz Filial von Walddorf.«

ENDE
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 386

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Mittwoch, 3. Juni 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (V)


Blick aufs Rathaus
Bildertanz-Quelle: Karl Gaiser

»Das schon 1735 angelegte, geräumige, dreistöckige Rathaus wurde 1844-45 im modernen Stil, mit einem Dachreiter auf dem First, erbaut. Das Schulhaus, eine Ende vorigen Jahrhundert erbautes Bauernhaus, enthält zwei Lehrzimmer und die Wohnung des ersten Lehrers, der zweite Lehrer wohnt zur Miete- Außer der Volksschule besteht hier eine Industrieanstalt und eine Kleinkinderschule, welche letztere von G. Werner in Reutlingen unterhalten wird.
Am Südende des Dorfes liegt das ehemalige Schloß der Herren von Gayern, jetzt in Privathänden, dien durch einen Hof getrennt sind, in den ein sehr malerisches steinernes Hofthor, ein kleiner und ein großer Rundbogen, dieser mit reichem Renaissanceaufssatze, führt. Im Scheitel des großen Rundbogens steht 1607 und ein Wappenschildchen,worauf ein Kamm. Das Hauptgebäude hat einen steinernen ersten Stock mit schöner gerader Stabdswerkthüre gegen der Hof heraus, darüber die Jahreszahl 1579; die der Straße zugekehrte stumpfe Ecke ragt gegen oben weit und reich profilirt vo, um den tüchtiugen Holzbau des oberen Geschosses zu tragen; am Gebälke dieses Stockwerks steht 1519. Nach dem Landbuch von 1623 war in W. ein Nonnenkloster (Beginnenhaus), in welchem 1623 ein Forstknecht wohnte; es stand am nördlichen Ende des Dorfs und noch wird ein Garten daselbst der Forstgarten genannt.«

Fortsetzung folgt
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 474f

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Dienstag, 2. Juni 2009

Häslach 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (V)


Wie wär's mit einer kleinen Ortsbesichtigung - auch rüber nach Walddorf (mit einer Fortsetzung der Ortsbeschreibung, folgt morgen)
Bildertanz-Foto: Familie Haug (Häslach)

»Die im allgemeinen gut betriebene Landwirtschaft beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Anbau von Dinkel, Gerste, Haber, Kartoffeln, Futterkräuter, Wicken und Kraut; Reps, Flachs und Hanf wird zum Theil nach außen abgesetzt. Überdieß können über den eigenen Bedarf etwa 100 Scheffel Dinkel und ebensoviel Gerste verlkauft werden. Von verbesserten Ackergeräten hat der Suppinger- und der Brabanterpflug Eingang gefunden.
Die vorhandene Wiesenfläche liefert mittelmäßiges Futter, das zur Befriedigung des Viehbestandes weit nicht hinreicht.
Die immer noch im Zunehmen begriffe Obstzucht ist sehr bedeutend und ermöglicht in reichlichen Jahren einen Verkauf von 4-5000 Simri. Ein besonderer Baumwart ist von Seiten der Gemeinde aufgestellt.
Die Gemeinde besitzt 120 Morgen Waldungen, die jährlich 15 Klafter4 und 500 Stück Wellen ertragen; hiervon erhält zuweilen jeder Bürger einige Stück Wellen, das übrige Holz wird verkauft, was der Gemeindekasse eine Einnahme von 150 fl. gewährt.
Eine nicht bedeutende Allmandfläche wird den Ortsbürgern unentgeltlich zur Benützung überlassen. Aus der Brach- und Stoppelweide bezieht die Gemeinde eine Pachtsumme von 70 fl. und aus der Pferchnutzung 200 fl.«

Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 386

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