Montag, 13. Januar 2020

1927/1930 - Radfahrervereine


Vereinsleben in Walddorf und Häslach

Nach der Jahrhundertwende 1900 wurde das Fahrrad durch die industrielle Herstellung preiswerter und für die breite Bevölkerung erschwinglich. Vielfach wurde es gebraucht, um zur Arbeit zu kommen. Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel wurde entdeckt auch um Sport zu treiben und Geselligkeit zu erleben. Es bildeten sich Radfahrervereine. Sowohl in Walddorf als auch in Häslach gab es Radfahrervereine. Das Ende vieler Radfahrervereine kam 1933 oder kurz danach mit der Machtergreifung Hitlers. In Städten und  industriellen Ballungsraumen gab es unter Arbeitern Radfahrervereine. Diese galten als politisch links und damit als unerwünscht. Sie wurden verboten. Das war das Ende vieler, sicher unpolitischer, Vereine.

Die heutigen Fotos in unserem Bildband „Historische Fotografien – Walddorfhäslach“.

1930 – Radfahrerverein Walddorf

 Bildquelle: Maria Weinmann
Dieses Foto zeigt einen Festzug des Walddorfer Radfahrervereins. Sie trugen eine weise Uniform. Für die damalige Zeit erstaunlich, radeln, nach dem Mann an der Spitze, der den Zug anführt, vier Frauen mit. Aufgenommen wurde diese Szene circa 1930, wie der Festzug gerade „S’Dorf ra“ kommt. Für heute: Der Festzug kommt gerade die Stuttgarter Straße herunter. Der Standort des Fotografen war unten vor dem ehemaligen Gasthaus „Lamm“, heute unter anderem Hotpot an der Einmündung vom „Gässle“. (Buch Seite149)

1927 – Radfahrerverein Häslach
 
Bildquelle: Georg Lauxmann 


Der Radfahrerverein „Schönbuch“ Häslach ist zu Besuch bei einem Fest in Mittelstadt. Sie wirkten dort auch im Festzug mit. Selbstbewusst  steht der germanische Sieger der Schlacht vom Teutoburger Wald über die Römer, erhöht in der Mitte. Die Vereinsmitglieder tragen schwarze Uniformen. Die Aufnahme stammt von 1927. (Buch Seite 148)

Donnerstag, 9. Januar 2020

1950er - Pssst! S'Kasperle ist da!


Bildertanzquelle: Sammlung Schaal

Zur Unterhaltung der Schüler reisten Puppenspieler in Schulen und Kindergärten. Man sprach nicht von Puppentheater. Es war klar, dass das Kasperle der Held sein würde, also nannte man es gleich Kasperletheater. Für Kinder eine ernste Sache. Ganz mit dabei im Spielgeschehen sind dies kleinen Walddorfer Buben  und Mädchen der Unterklasse (heute Grundschule, Klasse 1 – 4) der Walddorfer  Volksschule (Klassen 1 – 8). Die Handlung war einfach und überzeugend. Kasperle, der Pfiffige, Förster und Polizist die Autoritäten und Vertreter des Guten, besiegten den bösen Räuber und auch das böse Krokodil. Eine Prinzessin oder Königin waren meist auch mit im Spiel. Jedenfalls das Gute siegte. Das Publikum konnte aufatmen.
Gemacht wurde dieses schöne Kinderfoto vermutlich Mitte der 1950er Jahre.
Vielleicht entdeckt sich der eine oder andere selbst als Kind oder jemand ihm Bekannten. (Foto Seite 190 im Buch „Historische Fotografien – Walddorfhäslach)


Wenn ein Blog - Besucher, eine Besucherin Genaueres zu diesem Foto weiß, darf er sich/d´sie sich  gerne melden, Telefon: 07127