Samstag, 17. Februar 2018

Anmerkungen zu dem Zeitzeugen-Film

Es ist jetzt vier Jahre her, dass ich damit begann, Menschen zu interviewen, die die Zeit um 1945 miterlebt haben. Sie waren damals zumeist Kinder oder Jugendliche, die in eine Welt der Zerstörung hineingeworfen wurden. Es war für mich eine große, innere Freude zu sehen, wie diese Menschen, die entweder hier im Umkreis von Reutlingen aufwuchsen oder nach dem Krieg hierher kamen, mit einer Ruhe und Souveränität von einer Zeit erzählen, die dramatischer kaum sein kann. 
Und nicht minder gefreut habe ich mich, als der Kulturgüterverein mich ansprach, ob man diese zwei Stunden Dokumentation (die man übrigens lässig auf drei Stunden hätte erweitern können) nicht in Walddorfhäslach zeigen könne. Und damit das Ganze auch einen starken Lokalbezug hat, hat die Vorsitzende, Erika Armbruster, dafür gesorgt, dass auch Menschen aus Walddorfhäslach zu Wort kamen. Dass es dann gleich so viele wurden, typisch Erika! Patrick Haubensack, der ebenso große wie stille Helfer des Kulturgütervereins, hat dann dafür gesorgt, dass alles bestens lief - und so kamen zu unserer großen Überraschung rund 300 Menschen aus der Region zur Weltpremiere. Zwei Stunden totale Aufmerksamkeit war kein Problem - weder für Jung noch für Alt. 
Nun soll dieses Ereignis wiederholt werden, nachdem die Filmvorführung prompt Gesprächsthema in Walddorf und Häslach war. Ich bin gespannt, ob erneut diese Dokumentation der Ereignisse aum 1945 diese Aufmerksamkeit bekommt. 
Stolz bin ich darauf, mit welcher Offenheit die Menschen vor der Kamera von diesen Ereignissen und Erlebnissen erzählen. Stolz bin ich auch auf mich selbst, ich kann und ich will es ja auch gar nichtverhehlen, dass die Menschen mir so viel Vertrauen entgegen gebracht haben. Seit 14 Jahren mache ich nun "Bildertanz". Was damals eine Schnapsidee war, ist heute ein lebendiger Marktplatz von Geschichte und Geschichten, der Erinnerungen und der Erwartungen an die Zukunft. 
So werde ich dieses Projekt auch fortsetzen und mich nun mehr den drei Nachkriegsjahrzehnten, der Adenauer-Zeit, dem Wirtschaftswunder, aber auch den 68er Jahren und der siebziger Dekade widmen. Nächstes Jahr wird die Bundesrepublik 70 Jahre alt, Grund genug in diese Gründerzeit hineinzuschauen. Ich würde mich sehr freuen, wenn dann ebenfalls die Menschen aus Walddorfhäslach uns von ihren Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit berichten. 
In diesem Sinne 
Ihr
Raimund Vollmer
BILDERTANZ

Montag, 5. Februar 2018

Krieg und Unfrieden - Zeitzeugen - Film



Filmvortrag – Zeitzeugen
Krieg und Unfrieden – Zweiter Weltkrieg
Sonntag, 04. März 2018, 15.00 Uhr, Alte Turnhalle

Aufgrund des großen Erfolgs unseres Filmvortrags, „Zeitzeugen – Leben im Kugelhagel“, im November vergangenen Jahres, bieten wir ein weiteres Mal eine Vorführung an. In Kooperation mit dem Verein „Alte Turnhalle“, zeigen wir diesen Zeitzeugen - Film, diesmal mit dem Untertitel „Krieg und Unfrieden – Zweiter Weltkrieg“, am Sonntag, 04. März 2018, um 15.00 Uhr, in der Alten Turnhalle, DEttenhauser Straße 55.
Die Hauptdarsteller dieses Filmes sind nicht etwa Schauspieler, sondern Zeitzeugen, Menschen, die den Krieg und die Besatzungszeit danach als Kinder oder Jugendliche selbst erlebt haben. Die unverstellte Echtheit der Berichte macht betroffen. Raimund Vollmer, freier Journalist, hat mit seiner Kamera die letzten Jahre 30 Personen in Reutlingen, seiner Umgebung und Walddorfhäslach interviewt. Entstanden ist ein Film, der einerseits historische Informationen vermittelt, durch den Tiefgang der Schicksale fast mehr noch menschlich berührt. 


Wertvoll ist dieser Film vor allem auch für die nachgeborenen Generationen, die selbst von solchen Ereignissen verschont geblieben sind. Die Zeitzeugen stehen stellvertretend für die eigenen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern.

Bildertanzquelle: Patrick Haubensack