Sonntag, 21. Mai 2017

1967 - Betriebsausflug



Genau 50 Jahre ist es her, dass dieses Foto entstanden ist . Die Firma Lang, eine ehemalige Baufirma in Walddorf, war auf Betriebsausflug. Der Unternehmer, Karl Lang, war mit den Mitarbeitern der ganzen Firma in den Schwarzwald gefahren. Für damals nicht selbstverständlich, die Frauen, der ausschließlich männlichen Belegschaft, waren mit dabei. Wir wissen nicht das genaue Ziel. Vom Foto her zu schließen, lag auf der Ausflugsroute einer der Schwarzwaldseen, Titisee oder Schluchsee. Jedenfalls gab’s die Möglichkeit zu einer Fahrt mit dem Ruderboot. Ein Betriebsausflug vor 50 Jahren hatte für manchen  die Qualität dessen, was heute einem Kurzurlaub entspräche. Ein eigenes Auto war noch keine Selbstverständlichkeit. Dem entsprechend die eigene Mobilität, Radius und Häufigkeit des Reisens, im Vergleich zu heute begrenzter.

Bildertanzquelle: Karl Gaiser

Montag, 15. Mai 2017

1948/1949 – Sportverein Häslach



Sie haben richtig gelesen. Der TV Häslach hieß in seiner, nun 112jährigen Geschichte, einige Jahre „Sportverein“. Nicht freiwillig.  Der 1905 gegründete Turnverein Häslach hatte, wie viele Vereine, durch die Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts sehr gelitten. Nach den hohen Verlusten, 1939 – 1945, kam es 1946 zur Neugründung. Nach Kriegsende hatte die Besatzungsmacht allerdings Turnvereine verboten. Um neu anfangen zu können, nannte man sich „Sportverein“. Das war erlaubt. 1960 erfolgte die Rückbenennung in den ursprünglichen Gründungsnamen „Turnverein Häslach 1905 e. V.“
Das obige Vereinsfoto entstand frühestens 1948/49. Ein Mann, der mit auf dem Bild ist, kehrte  erst im Februar 1948 aus Krieg und Gefangenschaft zurück. Von der Aufmachung her zu schließen,  - Vereinsfahne, Schärpen, Sonntagsanzug,  - könnte es anlässlich einer Einladung zu einem Fest bei einem auswärtigen Verein gewesen sein.
Auf dem Foto zu sehen sind, von links nach rechts:
Heinrich Roth, Johannes Kuder, Ludwig Leitenverger, Ernst Burkhardt, Emil Walker, (Vereinsfahne), Erwin Heim (Kaffeehof), Friedrich Walker, Julius Schölkopf, Eugen Maser, Hermann Schölkopf, (verdeckt – unbekannt), Karl Maser, Walter Heim (Kürnsteig), Ludwig Hauser, Kurt Necker, Richard Ihle.
Jugendliche: Erich Welsch, Manfred Bader, Willi Lang, Werner Ihle, Ewald Baun, Eugen Blessing, Albert Welsch, Georg Welsch.

Herzlich danken möchte ich all denen, die mitgeholfen haben, die Personen zu erkennen und mit Namen zu benennen. Es sind Erich und Dora Heim, Richard Ihle und Otto Welsch.

Vereinsinfo: Festschrift, „100 Jahre TV Häslach 1905 e. V.“
Bildertanzquelle: Sonja Müllerschön

Montag, 27. März 2017

2017 - Bachbruck - heute



Das heutige, aktuelle Foto vom 06. 03. 2016, ist aus derselben Perspektive aufgenommen, wie die alten Fotos des Posts vom 13. 03. 2017 Zur Orientierung dienen das Rathaus und das, an der Ecke Weihergasses befindliche, Fachwerkhaus in der Bildmitte. Die Straßenführung ist gleich geblieben. Hier treffen Hauptstraße, Dettenhauser Straße, Haidlinsgasse und Bachstraße zusammen. Die Dettenhauser Straße hieß damals noch „Deutsche Gasse“. Neu hinzugekommen ist heute die Einfahrt zum Busbahnhof (unterer Bildrand). Von einer Brücke ist heute nichts mehr zu sehen. Lediglich der Name „Bachbruck Stüble“, der der Probenraum des Liederkranzes im – noch bestehenden Notariat – erinnert an die einstige Bachbrücke.
Der  Schuppen am rechten Bildrand (vergl. 13. 02. 2017) und die Litfaßsäulen, mussten spätestens 1951/52 der Großbaustelle für die Eindolung des Mühlbachs weichen. Der Bach selbst verläuft seither unterirdisch durch Walddof. Das Haus ,vorne links, an der Ecke zur Bachstraße, wurde von der Gemeinde erworben und 1982 abgerissen, um Platz für Parkplätze und sogenanntes „Verkehrsgrün“ zu schaffen. (Post 25. 04. 2016).

Bildertanzquelle: Erika Armbruster

Montag, 20. März 2017

1947 - Sprotverein Häslach


Der TV/Turnverein Häslach hieß in den Jahren 1946 bis 1960, „Sportverein“. Und das nicht freiwillig. Wie viele Vereine in unserem Land hatte der TV, seit seiner Gründung, am 03. August 1903, im Gasthaus „Adler,“ durch die beiden Weltkriege im vergangenen Jahrhudert, eine wechselvolle Geschichte. Aus dem  ersten Krieg, 1914 – 1918,  waren sechs, nach dem Zweiten, 1939 – 1945, 15 Mitglieder, nicht wieder zurück gekehrt. Sie waren gefallen oder vermisst gemeldet. Zweimal musste der TV neu gegründet werden. 1920 gab es einen Neustart. „…am 1. Mai 1946 traf  man sich im „Adler“, um den Verein neu zu gründen. Allerdings nicht als Turnverein, weil die bestehende Besatzungsmacht eine Turnsperre verhängte, sondern als „Sportverein Häslach“. Heinrich Roth, der bereits von 1938 dem Verein vorstand, übernahm den Vorsitz.“ (aus: 100 Jahre TV Häslach 1905 e. V.). 1960, als durch den damaligen Lehrer, Herrn Kurt Deile, das Turnen wieder zum Schwerpunkt
 Geworden war, erhielt der Verein wieder den ursprünglichen Namen „Turnverein“.
Das abgebildete Foto stammt aus den ersten Nachkriegsjahren, eventuell von 1947, vor der Währungsreform am 21. Juni  1948.
Die elf Fußballspieler tragen noch keinen einheitlichen Dress. Einige Spieler sind in den Trikots der Vorkriegszeit, mit blau/gelben Karos zu sehen zu sehen, einige in schwarz/gelb gesteiften Trikots der Nachkriegszeit. Sporthosen und Strümpfe sind verschieden. Jeder trug das, was er hatte. Das Geld war wertlos geworden, Waren kaum zu haben. Neues gab es am ehesten über Tauschhandel, sofern man etwas zum Tauschen hatte. Wichtiger als diese ganzen Umstände war die Freude am gemeinsamen Sport und Spiel. Der Verein startete wieder neu durch.
Auf dem Foto sehen wir, von links stehend: Christian Trautwein, Julius Schölkopf, Walter Gaiser, Walter Müllerschön (Bäcker), Hermann Schölkopf, Richard Ihle, Gotthilf Rebmann, Arthus Welsch. Vorn: Robert Roth (Robel), Hans Häfner, Ludwig Hauser.

Bildertanzquelle: Soja Müllerschön

Montag, 13. März 2017

1930er / 1951/2 - D’Bachbruck“


1930er – „D’Bachbruck“



1950/51 – Ende der „Bachbruck“



Die mittlere und jüngere Generation, vor allem aber Neubürger, werden sich fragen, was es
sich  mit der „Bachbruck“ = Bachbrücke auf sich hat, da weit und breit im Ortsteil Walddorf keine Brücke und kein Bach zu sehen sind. Den Bach, sogar zwei Bäche, gibt es noch, allerdings nicht mehr offen sichtbar. Beide fließen sie seit über sechzig Jahren, in Betonröhren eingedolt, unter der Erde durch Walddorf. Der Mühlbach, der vom Schlatt kommend, entlang der Dettenhauser Straße, in Richtung Friedhof, den Ort durchzieht und der kleinere Weiherwiesenbach, aus den Weiherwiesen, von dem die Bachstraße ihren Namen hat. Einer Brücke bedarf es seither nicht mehr.
Auf dem ersten Foto, aus der zweiten Hälfte der 1930er, schauen die beiden Mütter mit ihren Kindern über die Bachbrücke in den offenen Mühlbach. Das zweite Foto zeigt dieselbe Stelle 1951/2. Die Steinmauer zur Begrenzung der Brücke zum Bach hin, ist noch dieselbe. Ihre Tage aber sind gezählt. Der Bagger ist bereits am Werk, die Betonrohre zur Eindolung liegen schon bereit.

Bildertanzquelle: Sammlung Schaal