Samstag, 11. Juli 2009

1954: Walter Jehle, sein Bus und das Wunder von Bern...


... spielen auf diesem Foto von 1954 eine große Rolle. Der Bunsunternehmer Walter Jehle befand sich damals auf Großer Fahrt zum Bodensee. Die Reisegruppe war bereits auf der Rückfahrt Richtung Heiligenberg, als plötzlich mitten in einer Kurve ein Riesenjubel ausbrach. Der Bus tobte. Jehle musste halten. "Tor, Tor, Toooor" hatte es aus dem Radio geschallt. Das Siegtor war gefallen. Jehle musste halten - und erst etliche Bierchen später ging die Fahrt weiter heimwärts nach Häslach. Radios in einem Omnibus waren übrigens damals genau so selten wie in PKWs.
Bildertanz-Foto: Walter Jehle

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (XIII)

»Von Spuren aus grauer Vorzeit sind anzuführen: ein ehemaliger Römerweg führt unter den Benennungen "Herweg, Heerstraße. Enweg" von Gniebel der am südlichen Ende des Orts vorüber nach Häßlach und von da auf die Römerstraße (Hochsträß), welche von Böblingen her gegen Schlaitdorf zieht (S. hier den Abschnutt römische Alterthümer). Südöstlich von Walddorf kommt an dem angeführten Heerweg die Flurbenennung "zu Dietenhardt" vor, was auf einen abgegangenen Wohnort hindeutet.
Etwa 1/4 Stunde südöstlich vom Ort soll auf der Flur "auf dem Hof" ein Hof oder ein Schloß gestanden sein; Bruchstücke von römischen Ziegeln etdc., die man hier findet, bestätigen einen abgegangenen Wohnplatz.
Am sogenannten Nonnenhäule liegt ein altgermanischer Grabhügel.
Auf der Kuppel südlich von Walddorf stand eine Kapelle.
«
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Freitag, 10. Juli 2009

Mach mal Pause: Auf der Stoßstange


Zu diesem Bild schreibt Georg Leitenberger:
"Rechts neben den sitzenden Personen ist übrigens ein Bus von Albert Jehle - vermutlich der Gleiche (wie auf dem Bild unten). Der Mann ganz links auf der Stoßstange ist übrigens mein Vater Ludwig Leitenberger, welcher zeitweise mal beim Busunternehmen Jehle als Aushilfsfahrer tätig war. Es wurde vor allem jahrelang die Werkslinie nach Sindelfingen zum Daimler bedient. Heute hat dies die Firma Kurz aus Pliezhausen übernommen. Der Sohn von Albert Jehle, der das Unternehmen erfolgreich weiterführte und ca. 5 bis 6 Busse hatte, ist über 80 Jahre - und noch ziemlich fit."
Bildertanz-Foto: Sammlung Georg Leitenberger

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (XII)

»Die Schweinezucht wird ausgedehnt betrieben und bildet einen besonderen Gdewerbezweig, indem nicht nur viele Ferkel, sondern auch fast alle gemästeten Schweine nach außen abgesetzt werden. Auch Geflügel wird viel gezogen und in Handel gebracht.
Die Bienenzucht, zu der sich die Lage des Ortes nicht eignet, ist gering.
Im Ort wohnen zwei Frachtfuhrleute, von denen der eine nach Stuttgart, der andere nach Reutlingen fährt.
Der Gemeindehaushalt ist geordnet und neben dem Gemeindevermögen (S. Tabelle III) ist noch ein Stiftungsvermögen von 13,000 fl. vorhanden, darunter sind Stiftungen aus neuerer Zeit von 255 fl. und 409 fl 28 fr. aus früherer Zeit, von welch letzteren die Zinse zur Auftheilung von Brot verwendet werden.«
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Donnerstag, 9. Juli 2009

Bitte einsteigen. Albert Jehle fährt gleich ab...


... und diese jungen Leute fahren natürlich mit. Georg Leitenberger hat natürlich sofort den Fehler entdeckt: Nicht Alfred, sondern Albert Jehle steht auf der Einstiegstür. Bereits korrigiert.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Erika Armbruster

Dienstag, 7. Juli 2009

Familientreffen in Walddorfhäslach - Bild der Woche


Mit einem echten historischen Walddorfhäslacher Foto dürfen wir in dieser Woche das Bild der Woche präsentieren: Aufgenommen 1941 in der Ortsmitte von Häslach. Marianne Luderer geborene Welsch mit Großvater Georg Welsch und Mutter Anna Welsch und Dote Marie und radelnder Walddorferin.

Montag, 6. Juli 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (Teil XI)


»Die Gemeinde besitzt etwa 340 Morgen Laubwaldungen, von deren Ertrag jeder Bürger 1/4 Klafter und 6 St. Wellen erhält; etwa 40 Klafter und 2000 St. Wellen werden verkauft; was der Gemeindekasse gegen 1000 fl. jährlich einträgt.
Die vorhandenen 30 Morgen Weiden, auf denen den Sommer über eine etwa 400 St. Bastardschafe laufen, werden theils an Ortsbürger, theils an fremde Schäfer um 500 fl. jährlich verpachtet und die Pferdenutzung trägt der Gemeindekasse 800-1000 fl. ein. Die Wolle wird hauptsächlich nach Metzingen verkauft und der Abstoß der Schafe geschieht an Händler. Überdieß besitzt die Gemeinde noch Güterstücke, die sie um 200 fl. jährlich verpachtet.
Pferdezucht besteht nicht und auch die Pferdehaltung ist von keinem großen Belang, dagegen ist die Rindviehzucht (Simmenthaler und Landschlag) in ganz gutem Zustande und wird durch drei tüchtige Zuchtstiere, worunter ein Simmentgaler, immer nich zu verbessern gesucht. Der Handel mit Vieh ist nicht bedeutend.«
Fortsetzung folgt
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topgraphisches Bureau, Seite 477
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Sonntag, 5. Juli 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (Teil X)


Landwirtschaft in Walddorf. Bildertanz-Foto: Karl Schaal

»Für die ausgedehnte Obstzucht wird sehr viel gethan und die Geminde hat nicht nur eine Baumschule angelegt, sondern auch einen Baumwart aufgestellt. Die vorherrschenden Sorten sind: Luiken, Fleiner, Goldparamäne, Reinetten, Palmischbirnen, Knausbirnen, deutsche Bratbirnen, Wadelbirnen und von Steinobst Zwetschgen. Das Obst berät sehr gerne und wird stets im Ort gemostet und gebrannt, theils in großer Menge nach außen verkauft.«
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 477

Fortsetzung folgt
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Donnerstag, 2. Juli 2009

Walddorf 1867: Aus der Beschreibung des Oberamts Tübingen (Teil IX)

»Die Landwirtschaft wird im allgemeinen gut, und von vielen rationell betrieben; verbesserte Ackergeräthe, die eiserne Egge, Walze, die Repssämaschine, haben Eingang gefunden und der Brabanter Pflug hat alle anderen verdrängt. In zweckmäßig angelegten Düngerstätten wird die Gülle sorgfältig gesammelt und überdieß zur Besserung des Bodens Gops, Kompost, Asche und Guano verwendet. Man baut vozugsweise Dinkel, Haber und Gerste, weniger Weizen, Emer, Roggen, sehr viel Futterkräuter, Runkelrüben, Kartoffeln, Reps, Flachs und Hanf; die beiden letzteren werden in großen Mengen nach außen abgesetzt. Von den Getreidefrüchten werden viele auf der Schranne in Reutlingen verkauft.
Der ausgedehnte Wiesenbau sichert gutes Futter, die Wiesen, von denen etwa 80 Morgen bewässert werden können, sind größtentheils zweckmäßig, etwa 1/12 einmähdig.«

Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Tübingen, 1867, Herausgeber: Königlich statistisch-topographisches Bureau, Seite 476f
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