Montag, 24. Mai 2021

Stuttgarter Straße/Hauptstraße/Talbrunnenweg/kreisverkehr


 
Bildquelle: Elfriede Gaiser, 20. 05. 2021

  Stuttgarter Straße/Hauptstraße/Talbrunnenweg 2021

  Wer heute auf den Durchfahrtsstraßen durch Walddorf kommt, gleich mit welchem Verkehrsmittel, kennt diese Kreuzung, die seit 2017 mit einem Kreisverkehr geregelt ist. Auf dem Foto ist vorn im Bild der Beginn der Stuttgarter Straße zu sehen, in der Fortsetzung hinten das Ende der Hauptstraße, am linken Bildrand beginnt ´der Talbrunnenweg. Zur Orientierung hilf es, dass am linken Bildrand die mobile Eisdiele zu sehen ist. Als die Fotografin am 20. Mai 2021, circa 15.20 Uhr Fotos vom Kreisverkehr machen wollte, hatte sie Mühe einen fast Autofreien Kreisel ins Bild zu bringen. Meist war reger Verkehr wie das folgende Foto zeigt.

 


Bildquelle: Elfriede Gaiser , 20. 05. 2021

Für die heutige Fotoserie haben wir bewusst zuerst die aktuellen Fotos an den Anfang gestellt. So lässt sich vor allem für die zahlreichen Neubürger die in den letzten Jahren nach Walddorfhäslach gekommen sind, leichter den Sprung zurück in die Historie machen.

Stuttgarter Straße/Hauptstraße/Talbrunnenweg vor 1990

Bildquelle: Ernst Gaiser

Dieses Foto dürfte 1989 oder früher entstanden sein, denn im Frühjahr 1990 wurde für den Neubau eines Hauses am Ende der Hauptstraße ein Teil der Stützmauer rechts abgerissen. Die Blickrichtung des Fotos geht in Richtung Hauptstraße/Rathaus. Das Haus rechts hinter dem Gebüsch ist inzwischen saniert. Das erste Haus links wurde abgerissen. An diesem Platz steht heute die mobile Eisdiele.

Montag, 26. April 2021

1958 – Deutsches Turnfest München

Bildquelle: Dora Heim

In den Jahren nach Kriegsende (1945) lastete noch die Schere der Vergangenheit auf den Menschen. Hinter dem später sogenannten Wirtschaftswunder der 1950er stand harte Arbeit. Gearbeitet wurde noch sechs Tage die Woche, achtundvierzig Stunden und mehr. Es ging noch um die nötigsten Lebensgrundlagen.

Sport, außer Fußball, spielte noch keine große Rolle. Sport für Frauen war noch mit Tabus belegt.In den beginnenden 1 1950erm setze eine neue Entwicklung ein. Mit Verbesserung der Lebensbedingungen im Alltag keimte auch im Sport neues Leben. In Häslach war es der sportbegeisterte junge Lehrer, Kurt Deile, der 1956 an die damalige Volksschule nach Häslach gekommen war, der durch den am Ort bestehenden Turnverein (TV) Häslach sehr dynamisch wirkte. Bereits 1958 hatte er mit jungen Turnerinnen und Turnern die Qualifikation für die Teilnahme am Deutschen Turnfest in München erreicht. Das Deutsche Turnfest fand von 20. – 28. Juli im Wiesenstadion in München statt. Seinen Abschluss fand das Fest auf der Theresienwiese mit einer Ansprache des Bundespräsidenten Theodor Heuss vor 40000 Besuchern.

Für die teilnehmenden jungen Turnerinnen und Turner aus Häslach war es zum einen eine große Auszeichnung ihrer sportlichen Leistung und insgesamt ein bewegendes Ereignis.

Auf dem Foto sehen wir die Frauenriege des TV Häslach.

Montag, 22. März 2021

Sulz - Sulzeiche - Sulzsteige

Bildquelle: Erika Armbruster, September 2009

Sulz - Sulzeiche - Sulzsteige

Die Sulzeiche, ein geschätzt 450 Jahre alter mächtiger Solitärbaum am Rande des Schönbuchs auf Walddorfhäslacher Gemarkung dürfte jedem am Ort bekannt sein. Auch darüber hinaus ist die Sulzeiche als Ausflugs- und Wanderziel beliebt. Ihren Namen verdankt sie dem Gewann „Sulz“ in dem sie steht. „Die Sulz“ umfasst den Flurbereich der Wiesen am Waldrand, des Waldes am Rande des Schönbuchs und der Wiesen im Wald östlich der Sulzeiche. Der heutige Waldkindergarten steht z. B. auf einer Sulzwiese. Sulz bezeichnet eine saure Bodenqualität. Mehr über die Sulzeiche können sie nachlesen im Fest buch „Häslach 700 Jahre“ die Seiten 230/240/241.

Der Weg von der Sulz ins Schaichtal führt über die Sulzsteige. Das heutige befestigte Waldsträßchen von der Sulzeiche ins Tal wurde erst in den 1930er Jahren gebaut. Die vorherige, Sulzsteige war und ist ein unbefestigter steiler Waldweg. Sie, die Alte Sulzsteige, führt am Waldrand rechts der Sulzeiche Hohlwegartig steil bergab in den Wald hinein. Nach wenigen hundert Metern ist derzeit der Durchgang durch querliegende Bäume behindert.

Die Neue Sulzsteige verläuft durch ihren serpentinenartigen Ausbau weniger steil auf einer längeren Strecke ins Tal. Zur Gewinnung des Steinmaterials für die Befestigung der Straße wurde damals vorübergehend der Häslacher Steinbruch reaktiviert, der in unmittelbarer Nähe zum neuen Verlauf der Steige lag. Die Arbeitskräfte rekrutierten sich aus dem sogenannten Reichsarbeitsdienst. Dieser Dienst, der RAD, war in diesen Jahren verpflichtend.

Die neue Sulzsteige bietet seit Kurzem eine künstlerische Attraktion. Holzschnitzer aus dem Ort sind mit ihrer Säge - - Kunst am Wirken. Mit Kettensägen verwandeln sie Baumstümpfe in Kunstwerke besonderer Art. 

Bildquelle: Erika Armbruster

Aus diesem Baumstumpf modellierte der Künstler eine Eule.

Die Künstler haben sich dem Schönbuch verschrieben. Aus Baumstümpfen gestalten sie Tiere, die im Schönbuch zu Hause sind. Rechts und links der neuen Steige gibt es Eulen, Raben, Milane usw. zu entdecken. 

 


Bildquelle: Erika Armbruster

Hier fliegt ein Milan aus einem weiteren Stumpf

Die Steige hat sich zu einem Skulpturenpfad gemausert. Eine „Kunstmeile“ ist entstanden. Ein empfehlenswerter Tipp für Wanderer und Spaziergänger. Ein Familienspaziergang mit Kindern kann so zu einem unterhaltsamen Suchspiel werden.

Montag, 22. Februar 2021

1950 – Feldarbeit - Handarbeit

Bildquelle: Dora Heim

Die Arbeit in der Landwirtschaft war Anfang der 1950er noch fast ausschließlich von der Handarbeit bestimmt. Die ganze Familie musste mit anpacken.Unser heutiges Foto hat 1950 eine solche Szene festgehalten. Es zeigt einen Familienvater, Friedrich H., mit seinen Kindern bei Hackarbeiten auf dem Feld.Es ist Frühsommer, die Angerschen (süddeutsch/alemannische Bezeichnung für Futterrüben) müssen gehackt werden. Rüben gehören zu den Hackfrüchten. Die Futterrüben wurden im Garten vorgezogen und im Frühjahr auf den Acker ausgepflanzt oder direkt dort ausgesät. In diesem Fall mussten sie später von Hand vereinzelt werden. In jedem Fall stand das Hacken an. Die Gassen zwischen den Reihen und die Zwischenräume der Pflanzen mussten vom Unkraut befreit werden. Sobald es die Kräfte zuließen wurden die Kinder zur Mitarbeit gebraucht. Die älteren Schwestern hacken mit, der kleine Bruder schaut zu.

Die Geschwisterkonstellation spiegelt die Zeitgeschichte wider. Die drei Schwestern wurden in den 1930er Jahren geboren. Dann kam1939 der Krieg, der Vater wurde als Soldat eingezogen. Nach der Rückkehr des Vaters 1945 nach Kriegsende wurde als viertes Kind der (auf dem Foto, noch kleine,) Bruder geboren.

Montag, 25. Januar 2021

1990er -Kappel

 

 Bildquelle: Ernst Gaiser

Der Blick in die Kappel war bis Ende der 1990er Jahre ein vertrautes Bild, wie es auf dem obigen Foto zu sehen ist. Das änderte sich 1999. Im April und im Herbst des Jahres wurden mehrere Gebäude abgerissen. Geblieben ist das erste Wohngebäude im Vordergrund. Dieses markiert auch noch heute den Ortseingang nach Walddorfhäslach von Gniebel her – abgesehen von dem Ortsschild davor. Die Glocke auf dem Dach weist darauf hin, dass das Haus einst von einem Uhrmacher erbaut worden war.

Im April 1999 wurde eine ausgediente Kfz – Werkstatt abgerissen, die zu dem Wohngebäude gehörte (auf dem Foto teilweise verdeckt durch das Gebüsch); zusammen mit dem nachfolgenden Gebäude, das, wie auf dem Foto zu erkennen, bereits für den Abriss vorbereitet ist. In diesem Hausbefand sich in den frühen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts eine Wagnerwerkstatt, im hinteren Teil betrieb einer seiner Söhne eine Schmiede. Diese siedelten sie 1964/5 in einen Neubau um. Auf den frei gewordenen Flächen entstanden danach Wohnhäuser.

 Im Herbst 1999 erfolgte der Abriss des nachfolgenden Hauses. Dieser legte den Zugang zu dem darüber liegenden Haus in der Dörnacher Straße frei.

Mit dem heutigen Foto geht es thematisch darum den Strukturwandel und den daraus folgenden Ortsbildveränderungen unserer Gemeinde aufzuzeigen.  

Daher wurde bewusst von Namensnennungen abgesehen. Das heutige Straßenbild der Kappel ist jedem bekannt, der aus Richtung Gniebel in den Ort kommt.