Sonntag, 15. Februar 2015

1950 Hochzeitszug


Fröhliche Gesichter, nicht nur für den Fotografen, sondern des Anlasses wegen sind auf diesem Foto zu sehen. Am 22. April 1950 heirateten Julius und Paula Schölkopf geborene Welsch in Häslach. (s. Posts vom 24. 11. 2014, 12. 04. , 27. 06., 17. 04. 11. 02. 2014, 20. 12. 2014). Diese, zur Hochzeit geladenen Gäste, gehören zur engeren Verwandtschaft und haben ihren Platz im Hochzeitszug gleich hinter den Brauteltern.  Es sind Onkel und Tanten meist aus den Geschwistern der Eltern. Der Hochzeitszug hat sich am Elternhaus der Braut unten im Gässle, heute Karlstraße, aufgestellt und zieht zur Kirche. Die Aufnahme wurde im Gässle gemacht.
Bildertanzquelle: Ursula Petermann geb. Schölkopf

Donnerstag, 12. Februar 2015

1953 Gustav Werner - Kinderfest


 Bildertanzquelle: Hedwig Knauf
"Am 13. Februar (1840) nahm der Theologe Abschied von Walddorf und Abschied vom kirchlichen Amt." So liest es sich in einem Zeitungsartikel von 1985 - der Abschied von Gustav Werner aus Walddorf. Damals waren viele froh, dass er endlich ging, der unbequeme Mahner zum "Tatchristentum" anstelle des "Wortchristentus". Aber es gab auch einige Unterstützer des Vikars Gustav Werner. Das "Rosebäbele". zum Beispiel zog mit ihm und seiner Kinderschar mit nach Reutlingen.
Dargestellt wurde dieser Auszug schon bei vielen Anlässen. Das obige Bild zeigt die Kindergruppe, die 1953 beim Festzug des Kinderfestes in Walddorf diesen Auszug mit ihrem Leiterwägelchen liefen. Hier sind sie Namen der Kinder:Klaus Girle stellt Gustav Werner dar, "s'Rosebäbele" spielt Hedwig Knauf, die übrigen stellen die Kinderschar dar.



 Bildertanzquelle: Hewig Knauf

Bildertanzquelle: GEA 11. 02. 15, Erika  Armbruster


Und diese Gruppe marschierte vergangenen Sonntag bei der Jubiläumsveranstaltung !175 Jahre Gustav Werner in Reutlingen und Württemberg" nach dem Festgottesdienst in der Walddorfer Kirche.

Mittwoch, 4. Februar 2015

1953 Nähkurs



Eine Nähmaschine gehörte in jedes Haus. Man brauchte sie zum Flicken und Nähen der Kleidung. Gekauft wurden nur die Männeranzüge und zum Teil die Mäntel auch für die Frauen. In der "Handarbeit" lernten die Mädchen in der Schule das Nähen mit der Nähmaschine. Nach der Schulentlassung (nach der achten Klasse) konnte man in Nähkursen seine Nähfähigkeiten verbessern. Solche Nähkurse wurden im Winter, wenn die Feldarbeit ruhte, vom Landwirtschaftsamt angeboten und vom Ortsobmann organisiert. Die Kurse fanden im Rathaussaal (heute Amtszimmer der Bürgermeisterin, Vorzimmer, weiterer kleiner Raum)  statt. Die eigene Nähmaschine musste mitgebracht werden. Und wie geschah der Transport? Natürlich mit Fahrzeugen, die von Hand gezogen oder geschoben werden konnten.
Auf dem Foto sehen wir Berta Jehle (1915 - 1994), links, mit ihrer Tochter Eva (1938 geb.). Miteinander bringen sie auf dem Schlitten ihre Singer - Nähmaschine zum Rathaus. Die Maschine hat keinen Motor, sie ist noch zum "Dräppla", das heißt, sie wird mit einem "Tritt", der mit den Füßen bewegt werden muss, über ein Schwungrad mit Riemen, angetrieben. Die beiden Frauen trugen die Maschine auch selbst in den ersten Stock, wo der Rathaussaal sich befand. Schwere Arbeit waren sie gewohnt. Der Mann, beziehungsweise Vater, ist im August 1941 in Russland gefallen. Die jüngere Schwester wurde drei Monate später geboren. Das Foto wurde von Herr Pfarrer Girle gemacht. (Die Tochter Eva kennt man heute als Eva Sulz)

Vor dem Walddorfer Rathaus sind noch die Brunnentröge zu sehen. Das Haus, dessen Giebel zu sehen ist, ist abgerissen.
Bildertanzquelle: Sammlung Schaal

Sonntag, 1. Februar 2015

1940 er / 50er - D'r Schorsch

Von der Umgebung her, Straße mit Kandel und Aussehen der Häuser, könnte dieses Foto Ende der 1940er, um 1950 herum, in der Hauptstraße, der heutigen Dorfstraße, in Häslach, gemacht worden sein. Die Scheune, deren Scheunentor rechts vorn zu sehen ist, wurde abgerissen. An ihrer Stelle wurde neu gebaut. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Friseursalon. Die Außentreppe, bzw. Staffel aus Steinstufen, daneben am Nachbarhaus, gibt es heute noch.
Schorsch, Georg Walker, gebeugt, nicht allein von der Arbeit oder vom Alter, wohnte mitten im Ort (heute Dorfstraße 16). So ging er durch die Straße. Sein Leben war, wie für viele seiner Generation im vergangenen und Ende des vorletzten Jahrhundert, nicht einfach.
Zwei Weltkriege, Inflationszeit, Weltwirtschaftskrise, schwere körperliche Arbeit in der Landwirtschaft und als Maurer, als äußere Umstände, gehörten in seinen Lebenslauf. Persönlich hinzu kam, dass ein Sohn, kurz vor der Konfirmation, durch einen Sturz durchs Garbenloch in der Scheune, tödlich verunglückte. Früh verstarb seine Frau. Die einzige Tochter musste den Haushalt führen. Vier Söhne waren als Soldat im Zweiten Weltkrieg eingezogen worden. Zwei von ihnen, Georg und Hermann, fielen. Die beiden anderen, Emil und Friedrich, kamen nach Krieg und Gefangenschaft wieder.
Bildertanzquelle: HHelmut und Irmtraud Roth