Montag, 7. Januar 2019

1940er - Winter

Bildertanzquelle: Kulturgüterverein

Dieses Kuhgespann zieht nicht etwa einen Wagen, sondern einen großen hölzernen Transportschlitten durch die heutige Dorfstraße, damals Hauptstraße, Häslachs. Die Kühe tragen gegen die Kälte Decken über dem Rücken. Robert Roth ist mit seinem Gespann unterwegs für winterliche Arbeiten in der Landwirtschaft, z. B. Holz vom Feld oder Wald zu holen Der Schlitten war das Transportmittel für den Winter. Links im Bild ist die Mauer des Vorplatzes der Kirche zu sehen, rechts beginnt die Laubengasse.
Die Erzählungen Älterer, dass „früher“ die Winter härter und schneereicher gewesen sein sollen, sind keine Fabeln. Was diese Schilderungen von meterhohen Schneewänden anbetrifft, haben für das vergangene Jahrhundert einen realen Hintergrund. Nach den Wetteraufzeichnungen ereigneten sich ab 1939/40 und den folgenden Jahren, bis 1942/43, extreme winterliche Kälteeinbrüche. Im Extremwinter 1940 sank im Januar das Thermometer bei uns bis auf minus 28 Grad Celsius. Die Durchschnittstemperatur vom Januar 1940 lag bei minus 9,6 Grad Celsius. Die Meteorologen stellen einen direkten Zusammenhang mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im September 1939 her und belegen das auch mit breit angelegten Messdaten. Für Mittel- und Nordeuropa spielen die Nord- und Ostsee für das Wetter eine wichtige Rolle. Die im Sommer gespeicherte Wärme geben sie in den Wintermonaten langsam ab. Durch den Kriegsbeginn wurden die Nord- und Ostsee von zahlreichen Kriegsschiffen durchpflügt. Die See wurde tief aufgewühlt, was dazu führte, dass das Wasser vorzeitig und viel zu rasch auskühlte. Die See als regulierender winterlicher Wärmespeicher funktionierte nicht mehr. Die Kälte konnte frei von Norden her auf den Kontinent einströmen. Außerdem drangen  durch die Kampfhandlungen sogenannte „Aerosole“ in die Atmosphäre. Starke Niederschläge als Regen oder Schnee waren die Folge. Diese Extremwetterlagen wirkten sich noch drei Jahrzehnte lang danach aus. 1963 zum Beispiel gab es am Bodensee eine „Seegfrörnie“, das heißt, dass der Bodensee komplett zugefroren war. Die letzte davor lag 133 Jahre zurück.
„Früher“, Mitte des 20. Jahrhundert, gab es also nachweislich härtere, längere und schneereichere Winter als im ausgehenden Jahrhundert.

Sonntag, 23. Dezember 2018

Adventssingen, Freitag 14. Dezember 2018




Lerzte Vorbereitungen für den Abend
 
 Ur - Modell des Adventskranzes........
 
 ....wie der Kranz heute üblich ist.


(s. Plakat, Post vom 05. 12. 2018)

Die Scheune war bis auf den letzten Platz gefüllt - plus Steh- und Treppenplätze.....
 ...auch auf Mamas und Papas Schoß.

Die Flötenkinder, insgesamt zwölf, mit ihrer Lehrerin Frau Schmid, stehen bereit.


 Nach dem Singen: Der gemütliche Ausklang bei Glühmost /Kinderpunsch und Gebäck.
Ein Abend für alle Generationen.  Herr und Frau Ansorge lassen sich diesen besonderen Adventsabend nicht entgehen. Sie kommen regelmäßig.

 Fast ein Weihnachtsengen. In diesem Glas ist sicher Kinderpunsch drin.
Die Besucherinnen und Besucher, Alt und Jung, verweilen gern und genießen die stimmungsvolle  vorweihnachtliche Atmosphäre.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Weihnachtsbaum im Schnee


In der Vorstellung gehört zu Weihnachten eine winterliche Landschaft, also Schnee. Diese Romantik von Weihnachten tritt in der Realität selten ein, selbst, wenn es vor Weihnachten bereits geschneit haben sollte. Eine Erklärung dafür haben die Meteorologen. Ursache ist eine fast regelmäßig auftretende Wetterunregelmäßigkeit um die Weihnachtszeit. Bekannt sind die Eisheiligen im Mai, die Schafskälte im Juni. Also Kälteeinbrüche zur warmen Jahreszeit.
Entsprechend dazu gibt es in der eigentlich kalten Jahreszeit, gegen Ende des Jahres, fast regelmäßig einen Wärmeeinbruch. Das geschieht meist zur Weihnachtszeit und trägt daher die Bezeichnung „Weihnachtstauwetter. Sofern vorhanden, taut der Schnee weg.
Unser heutiges Foto ist daher eine Besonderheit. Weihnachten mit Schnee ist, in unseren Breiten, eher die Ausnahme als die Regel. In der Phantasie darf der Schnee zu Weihnachten aber bleiben.



Auf dem Foto sehen wir den verschneiten Busbahnhof in Walddorfhäslach mit dem beleuchteten Weihnachtsbaum. Eine Zeitangabe, wann dieses stimmungsvolle Foto gemacht wurde, liegt uns nicht vor. 
Wer genazeres dazu weißm, darf es gerne im Kommentar mitteilen,

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Adventssingen


Freitag, 14. Dezember, 2018, 19.00 Uhr
In der Scheune, Dorfstraße 14, in Walddorfhäslach

Das traditionelle Adventssingen des Kulturgütervereins findet dieses Jahr ausnahmsweise eine Woche später als sonst, am Freitag vor dem dritten Advent statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Herzlich einladen wollen wir alle, die gerne Advents- und Weihnachtslieder singen und dies gerne in Gemeinschaft mit anderen tun wollen. Wir treffen uns dazu Freitag, 14. Dezember 2018. 19.00 Uhr in der Scheune der Dorfstraße 14 im OT Häslach.
Die Blockflötenkinder des Musikvereins unter Leitung von Frau Edith Schmid werden uns wieder begleiten. Voraus erfahren Sie wissenswertes über die Bedeutung des Advents und der Geschichte des Adventskranzes. Zur Veranschaulichung hängt getreu des Urmodells von 1839 ein hölzernes Wagenrad, bestückt mit Kerzen von der Scheuendecke. Daneben ist ein geflochtener Adventskranz, wie er heute üblich ist zu sehen. Das Flair einer über 200 Jahre alten Scheune trägt zu einer besonderen weihnachtlich familiären Stimmung des Abends bei.
Nach dem Singen ist Zeit zum geselligen Verweilen bei Gesprächen, warmen Getränken und Gebäck. Für die Kinder gibt es Kinderpunsch und Glühmost für die Erwachsenen, dazu Weihnachtsgebäck.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter freuen sich jedoch über Spenden.