Es war einmal ein schönes Bauernhaus.........Galgenbergweg 2 in Häslach. Ein, für unsere Region sehr typisches, sogenanntes "Wohnstallhaus". Das heißt: Ebenerdig befand sich der Stall, darüber die Wohnung mit Bühne, Scheune und Keller daneben, alles in einem Gebäude vereint. Wie hier, gehörten in der Regel ein Garten vor und hinter dem Haus dazu.
Das Foto entstand vor 1965. Das Haus war noch bewohnt und bewirtschaftet. An seiner Stelle befindet sich heute eine große Grünfläche, so groß, wie das vorherige bäuerliche Anwesen war. Den Fortgang seiner Geschichte erfahren Sie in späteren Posts.
Bildertanzquelle: Ella Brodbeck
Samstag, 26. Januar 2013
Freitag, 25. Januar 2013
1960 - er Kirchgasse
Dieser Anblick auf dem Fußweg der Kirchgasse, von der Stuttgarter Straße her kommend, ist bis heute vertraut. Die dahinter liegende, angebaute Scheune (s. Post vom 19. 01. 2013) wurde abgerissen. An seiner Stelle wurde das Wohngebäude erweiterte. Das alte Wohnhaus blieb stehen.
Bildertanzquelle: Familie Neuscheler
Bildertanzquelle: Familie Neuscheler
Donnerstag, 24. Januar 2013
1950 -er Bäckerei
D'Becke (Marie Müllerschön, Mitte), d'Alwine (Tochter mit Fahrrad) und d'Scharlott (Charlotte; Kundin, links) stellen sich vor dem Eingang des Kolonialwarenladens Müllerschön mit Bäckerein in Häslach dem Fotografen (heute Dorfstraße 40). Das Foto dürfte ca. 1950 entstanden sein, auf jeden Fall nach der Währungsreform (1948). Vorher gab es nur wenig Ware, das Schaufenster war mit einem Sperrholzrahmen, der in der Mitte nur eine kleine Schaufensteraussparung, ein etwas größeres Guckloch hatte, verkleinert. Das offene Schaufenster mit Waren und Werbung deutet klar auf die Zeit danach hin. Marie Müllerschön, die Inhaberin und die Kundin halten mit beiden Armen und Händen "Schaubgräddla" (Brotkörbe aus geflochtenem Stroh) mit noch ungebackenen Broten. Diese wurden zum Backen zum Bäcker gebracht, sofern die Familien nicht im Backhaus gebacken haben.
Bildertanzquelle: Margarete Bronni
Bildertanzquelle: Margarete Bronni
Mittwoch, 23. Januar 2013
1960 - er - Waldarbeit
Geschafft! (s. Posts 03. 01. 2013. 31. 12. 2012)Der mächtige Laubbaum ist gefällt. Von der Rindenbeschaffenheit her, könnte es eine Eiche gewesen sein. Bäume fällen, lnsbesondere im Wald von dieser mächtigen Art, ist nicht ungefährlich. Viel Wissen, Können, Geschick und Erfahrung ist erforderlich. Aus manchen Alpenregionen Österreichs weiß man von einer früheren Sitte der Holzfäller, als alles noch Handarbeit war, dass die Holzfäller vor dem Fällen eines Baumes gebetet haben sollen, zum einen aus Ehrfurcht vor der Schöpfung zum anderen um Schutz bei der Arbeit.
Auf unserem Fotodokument ist alles gut gegangen.
Bildertanzquelle: Ludwig Wild
Auf unserem Fotodokument ist alles gut gegangen.
Bildertanzquelle: Ludwig Wild
Montag, 21. Januar 2013
1950 Wildschweinjagd
Dieses Winterbild wurde 1950 in dem Dorf "Tanne" im Harz gemacht, hat aber einen sehr persönlichen Bezug zu Walddorfhäslach.Wie viele Menschen in den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands musste die Familie Daffend 1945 aus Schlesien fliehen. Mitten im Winter, am 17. Februar 1945, kam von der deutschen Wehrmacht für das Heimatdorf der Daffends der Befehl zur Flucht. In Güterwagen und offenen Lastwagen ging es im Chaos des Kriegsendes in Richtung Westen. Im Holzfällerdorf Tanne im Harz, direkt im späteren Grenz - Sperrgebiet der DDR, fand die Familie eine Bleibe, eine zweite Heimat.
Der erlegte Keiler auf dem Pferde - Holzschlitten wurde von der Grenzpolizei geschossen. Nur diese durften schießen, Jäger durften höchstens waffenlos dabei sein. Für das Dorf war dieses Ereignist nicht nur eine Sensation, sondern bedeutete auch Nachrung für das ganze Dorf in einer Zeit, als in der DDR Lebensmittel nur gegen Lebensmittelkarten zu bekommen waren..
Kurt Daffend, reichlich bekannt in Walddorfhäslach, heiratete im September 1968 seine Frau Elfriede aus Häslach. Seine amtliche Meldung als Einwohner Häslachs, heute Walddorfhäslach, ist auf 1. Oktober 1968 datiert. Kurt Daffend steht auf dem Foto vorne rechts, mit Brille und Schildmütze.
Kurt bezeichnet heute Walddorfhäslach als seine "endgültige Heimat".
Bildertanzquelle: Kurt Daffend
Samstag, 19. Januar 2013
1960 - er Kirchgasse
Auch dieses Foto ist ein Abschiedsfoto von einem Gebäude, diesmal in Walddorf in der Kirchgasse, das es nicht mehr gibt. Hier ist es die Scheune des landwirtschaftlichen Anwesens, die einem Wohnungs - Neubau weichen musste. Dieser Vorgang dokumentiert beispielhaft, stellvertretend für das ganze Dorf, den allmählichen Strukturwandel des ehemals reinen Bauerndorfes in die gegenwärtige Dorfstruktur.
Bildertanzquelle: Familie Neuscheler
Bildertanzquelle: Familie Neuscheler
Freitag, 18. Januar 2013
1986 - S'Chrischde Häusle
Dieses "Häusle" in Häslach gibt es nicht mehr. Die Aufnahme wurde ca. 1986, kurz vor dem Abriss, als letzte Dokumentation, gemacht. Am linken Bildrand ist ein größeres Gebäude zu erkennen, an welches dieses Wohnhaus angebaut war. Dieses Gebäude, ein Scheune, steht bis heute. Es ist die Scheune in der Dorfstraße, die, vor dem Backhaus, direkt am Dorfplatz in der Ortsmitte Häslachs angrenzt und vor einigen Jahren von der Gemeinde erworben wurde. Anstelle des "Häusles" befindet sich heute eine Grünfläche.
Bildertanzquelle: Doris Schmid, geb. Lauxmann
Bildertanzquelle: Doris Schmid, geb. Lauxmann
Donnerstag, 17. Januar 2013
1940 - er - Geschwister
Die kleine Schwester schaut neugierig nach dem frisch angekommenen, noch kleineren Geschwisterchens, das noch im Stubenwagen liegt. Um miteinander Spielen zu können, wird die jetzt "Große" noch etwas warten müssen. Aufgenommen wurde dieses Foto in einer Walddorfer Stube.
Bildertanzquelle: Ludwig Armbruster
Bildertanzquelle: Ludwig Armbruster
Dienstag, 15. Januar 2013
1942 Kendsmagd
Rollentausch: Die Kendsmagd Marianne vom Post, 04. Jan. 2013, sehen wir hier selbst als das kleine zweijährige Mädchen, das von einer jugendlichen Nachbarin, Meta, bemuttert wird. Vor der Haustüre eines Nachbarhauses, auf den Sandsteinstufen der Staffel, posierten die beiden für den Fotografen am 28. Juli 1942.
Bildertanzquelle: Marianne Luderer, geb. Welsch
Bildertanzquelle: Marianne Luderer, geb. Welsch
Montag, 14. Januar 2013
Hochzeitszug
Ein sommerlicher Hochzeitszug zieht, nach dem Gottesdienst in der Walddorfer Kirche, durch die Gustav - Werner - Straße zu einem der örtlichen Gasthäuser, in dem gefeiert wird. Vielleicht kennt ein/e Blogbesucher/in Personen der Hochzeitsgesellschaft und kann das Foto zeitlich einordnen und uns im Kommentar davon wissen lassen. Aufgenommen wurde das Foto beim Pfarrhaus, das links zu sehen ist.
Bildertanzquelle: Karl Gaiser
Bildertanzquelle: Karl Gaiser
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